Ruegeninfo - Ruegen in Bildern

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Infoecke

Steckbrief

Name: Insel Rügen

Alter: ca. 10.000 Jahre

Lage: 54 ° 27' N, 13° 23' O, an der deutschen Ostseeküste

Klima: Mitteleuropäisches Wechselklima

Sprache: Hochdeutsch und Plattdeutsch

Rohstoffe: Fisch, Kreide, Schilf, Getreide, Kies

Wirtschaft: Privatwirtschaft, Landwirtschaft, Fischfang,
Bootsbau, Kreidetagebau, Nahrungsmittelverarbeitung,
Güterverkehr, Tourismus

Besondere Merkmale: Flachland, Hügellandschaft,
Boddenlandschaft, Halbinseln, Nehrungen, Kreideküste,
feinsandige Naturstrände

Geografie
Die Insel hat eine Gesamtfläche von ca 926 km². Sie ist die größte deutsche Insel. Die Ostsee (baltisches Meer) umschließt sie vollkommen. Die einzige Zufahrt findet über die Rügenbrücke in Stralsund statt. Alternativ kann man auch eine Autofähre zwischen Stahlbrode und Glewitz nutzen. Buchten (Bodden und Wieken) und Landzungen bzw. Halbinseln sind charakteristisch für die Gestalt der Insel.
Die Halbinsel Wittow befindet sich im Norden. Nordöstlich liegt die Halbinsel Jasmund. Beide Inselteile sind durch die Nehrung die Schaabe verbunden. Der Inselkern wird Muttland genannt. Hier befindet sich im Zentrum die Kreisstadt Bergen. Südöstlich gelangt man auf die Halbinsel Mönchgut. Sie ist über die Nehrung Schmale Heide mit Jasmund verbunden. Eine weitere Halbinsel befindet sich im Südwesten. Sie wird Zudar genannt. Zwischen dem Festland und dem Westteil der Insel Rügen liegt die kleine Insel Hiddensee.

Infrastruktur
Verkehrstechnisch ist Rügen vollkommen erschlossen. Die Bundesstrasse B96 endet in Sassnitz. Über den Fährhafen Sassnitz in Mukran gehen regelmäßige Fährverbindungen nach Trelleborg, Bornholm, Klaipeda und sogar nach Sankt Petersburg ab. Endstationen der Deutschen Bundesbahn sind Sassnitz, der Fährhafen Sassnitz und Binz.

Persönlichkeiten (Namen sind mit Wikipedia verknüpft)
Der Maler Caspar David Friedrich, der Dichter und Pfarrer Ludwig Gotthard Kosegarten,
der Schriftsteller Ernst Moritz Arndt, die Ärztin Franziska Tiburtius, der Fürst zu Putbus Wilhelm Malte l.,
der deutsche Marineoffizier Hans Langsdorff und der bekannte Chirurg Theodor Billroth sind einige der
bekanntesten Persönlichkeiten, die ihren Wohnsitz auf Rügen hatten oder in einem engen Bezug zu ihr standen.

Architektur
Die mondänen Orte Binz, Sellin, Baabe, Göhren, Thiessow, Putbus und der Altstadtkern von Sassnitz sind geprägt von klassizistischen Bauwerken und Villen. Besonders sehenswert sind die schilfgedeckten Wohnhäuser in den alten Fischer- und Bauerndörfern. Sie sind zu finden in Vitt, Thiessow, Vilmnitz, Nistelitz, Breege und vielen anderen kleinen Ortschaften. Auch das Fachwerk fand große Beliebtheit in der Bauarchitektur. Massive Häuser wurden meistens auf einem soliden Feldsteinfundament mit einem stabilen Fachwerk errichtet. Das Fachwerk wurde mit Lehmziegeln ausgekleidet, mit Stroh oder Schilf gedämmt und von außen nochmals mit Lehm verputzt.
Typische Landhäuser sind die Hallenhäuser, eine Kombination aus Stall- und Wohnbereich. Auch sie wurden mit dem heimischen Rohstoffprodukt Schilf gedeckt. Fast alle rügenschen Kirchen wurden in der sogenannten Backsteinarchitektur erbaut. Eine Ausnahme bildet die kleine Kirche am Ortsrand von Ralswieck. Sie ist nach den Vorbildern der skandinavischen Stabkirchen erbaut. Die Form der Uferkapelle Vitt erinnert eher an ein Rundhaus oder an eine mongolischen Jurte. Karl Friedrich Schinkel, der klassizistische Stararchitekt des Königreichs Preußens, entwarf das Design des Alten Leuchtturms auf Kap Arkona (Schinkelturm). Auch der Turm des Jagdschlosses Lancken Granitz wurde von K. F. Schinkel entworfen und vereint sich unmerklich mit der restlichen Schlossarchitektur von Johann Gottfried Steinmeyer.

Geschichte
Die Erstürmung der Tempelburg Arkona 1168 durch den dänischen König Waldemar I. und die damit verbundene Zerstörung des heidnischen Sinnbildes, dem Götzenbild Svantevit, besiegelte das Ende der religiösen Eigenständigkeit der slawischen Ranen. 1218 starb der Ranenfürst Jaromar I. Es folgte die stückweise Christianisierung der Inselbevölkerung. Die Vereinnahmung durch die pommersche Herrschaft wurde 1184 in der Schlacht im Greifswalder Bodden verhindert. 1325 starb der letzte Slawenfürst Wizlaw III. Seit 1815 war Rügen Preußen und ab 1818 dem Regierungsbezirk Stralsund und somit der preußischen Provinz Pommern zugeordnet. Nach dem zweiten Weltkrieg gehörte Rügen zum Verwaltungsbezirk Rostock, in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Ferienunterkünfte wurden über den Freien Deutschen Gewerkschafts Bund vermarktet. Ferienunterkünfte waren schon damals heiß begehrt. Wirtschaftlich entwickelte sich Rügen aus der Lehenswirtschaft, Großgrundbesitz, Genossenschaftsproduktion bis in die heutige Privat- und Marktwirtschaft hinein. Nach Kriegsende waren die Fischerei- und Landwirtschaftsbetriebe in Familienbesitz. Sie wurden nach 1950 in so genannte Genossenschaftsproduktionen verstaatlicht und demnach enteignet. Hotelbetriebe gingen mit der Aktion Rose in staatliches Eigentum über. Erst nach der Wiedervereinigung 1990, entwickelten sich wieder privatwirtschaftliche Unternehmen. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Vielen Inselbewohnern ist ihre Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Sie haben nach der Wendezeit alte Traditionen wieder aufleben lassen. Zu feierlichen Anlässen können Sie Einblick in alte Trachten und Volksweisen erhalten.
Eine tabellarische Übersicht zur Geschichte Rügens können Sie über diesen Link erhalten: Übersicht

Sehenswürdigkeiten
Der Besuch der berühmten Kreidefelsen im Nationalpark "Jasmund", ist ein Muss eines jeden Rügenbesuchers. Der bekannteste Felsen ist der ca. 119 Meter hohe Königsstuhl. Insgesamt drei Leuchtfeuer markieren den nördlichsten Punkt Deutschlands, das Kap Arkona. Die Reste eines historischen, slawischen Burgwalles formen hier die Kuppe des Steilreliefs. Ein monumentales Baudenkmal aus nationalsozialistischer Zeit befindet sich in Prora. Es ist das KDF Bad und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 4 km auf der Schmalen Heide. Auf der gesamten Insel finden Sie wunderschöne kleine Guts- und Herrenhäuser. Viele wurden liebevoll restauriert und werden heutzutage als Hotel- und Pensionsbetriebe bewirtschaftet.
In Ralswieck werden alljährlich die wagemutigen Abenteuer des Seeräubers Klaus Störtebeker auf der wohl schönsten Naturbühne Deutschlands aufgeführt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die weiße Stadt Putbus, die mondänen Badeorte, das Jagdschloss Lancken Granitz, die Schmalspurbahn Rasender Roland auf Südrügen, der kleine Fischerort Vitt bei Kap Arkona, der Stadthafen Sassnitz, die Feuersteinfelder auf der Schmalen Heide, die langen Sandstrände und die drei Nationalparks: Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund und das Biosphärenreservat Südostrügen.

Was erwartet Sie bei Ihrem Rügenbesuch?
Feinsandige Naturstrände, abwechslungsreiche Natur, frische Seeluft, freundliche Menschen, Ökologische Kleinbiotope, Hoch- Nadel- und Mischwaldkulturen, gewaltige Vogelzüge im Frühjahr und im Herbst, kulinarische Leckereien in den gastronomischen Einrichtungen, maritimes Flair, Begegnungen mit Gleichgesinnten, einmalige Ausflugsziele, geführte Wanderungen, Bioprodukte, Ökohöfe, erlebnisreiche Bauernhöfe, Museen, Kutterfahrten, Angelmöglichkeiten, Reitmöglichkeiten, Sommerrodeln, Kletterwälder und noch Vieles mehr...


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü