HDR - Ruegen in Bildern

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High Dynamic Range Imaging. Was ist das?
Versuchen Sie einmal einen Raum mit einem hellen Fenster zu fotografieren. Der Idealfall wäre, so nehmen wir es auch augenscheinlich wahr, wenn der Innen- wie auch der Außenbereich optimal belichtet auf einem einzigen Foto dargestellt werden kann.  
Leider ist das mit einer klassischen Kamera nicht möglich, da man entweder nur auf das Fenster belichten kann, dann bleibt aber der Raum
dunkel oder umgekehrt. Beides zusammen klappt nicht.
Nun kommt HDR-Imaging ins Spiel. Ein solches Bild setzt sich aus einer Belichtungsreihe von dunkel bis hell zusammen. Meistens sind es drei bis vier Bilder. Diese Belichtungsreihe wird mit einer HDR-Software deckungsgleich zusammengesetzt und es entsteht ein Bild mit einem sehr hohen Kontrastverhältnis. Dieses kann einen Wert bis zu 200.000:1 erreichen. Übliche TFT-Monitore können solch ein Bild nicht mehr darstellen, weil hier das Kontrastverhältnis auf 500-800:1 begrenzt ist. Um ein reines HDR-Bild darstellen zu können, bräuchte man den "Supermonitor". Den gilt es allerdings noch zu erfinden. Ein HDR-Bild ist ein Bild der Superlative. Das heisst, dass in diesem Bild alle positiven Bildinformationen in Bestqualität vereint sind. Damit nun solch ein "Superbild" auf unserem Monitor dargestellt werden kann, wird ein Tonemapping angewendet. Beim Tonemapping wird das HDR-Bild auf das Darstellungsvermögen des Monitors angepasst. Die Geschmäcker sind hierbei sehr verschieden, da man aus denen im Bild enthaltenen Informationen wahnsinnig viele Effekte herausholen kann. Nach dem Tonemapping speichert man das Bild in ein übliches Ausgabeformat. Davor bleibt es ein reines HDR-Projekt und kann nur mit HDR-Software gelesen bzw. bearbeitet werden.
Weiter unten zeige ich Ihnen zur besseren Anschauung Beispiele Vorher-Nachher. Hier wird deutlich, welche verborgenen Informationen in einem Rohbild enthalten sind.

Beispiele vorher/nachher

Eine vereinfachte HDR-Technik beinhaltet ein sogenanntes Pseudo-HDR. Grundlegend besteht solch ein HDR-Bild wieder aus einer Belichtungsreihe von dunkel bis hell. Diese wird allerdings aus nur einem einzigen Basisfoto, aus einem RAW oder TIFF erzeugt. Diese beiden Formate stehen dem Original am verlustfreiesten entgegen, sie wurden also von der Kamera nicht bzw. nur geringfügig komprimiert. Man erstellt hieraus wieder die beschriebene Belichtungsreihe. Das Speicherformat ist abhängig von der verwendeten HDR-Software.

Meine hier gezeigten HDR-Bilder sind überwiegend mit der Pseudo-HDR-Technologie erstellt. Der Vorteil liegt auf der Hand. Dynamische Motive können damit eindrucksvoll festgehalten werden. Ein Beispiel ist der Wasserfall in dieser Galerie. In der eingangs beschriebenen Technik wäre erstens ein Stativ unerlässlich und durch die Bewegung des herabfallenden Wassers wäre es nicht möglich, 4 deckungsgleiche Bilder zu erzeugen. Ein Verschwimmen bzw. eine Unschärfe des fertigen HDR-Bildes wäre bei diesem Motiv das unerwünschte Ergebnis. Als HDR-Software verwende ich Dynamic-Photo HDR, kompatibel mit Windows XP, Vista und 7.

Wer sich als Einsteiger mit der HDR-Technologie vetraut machen möchte, sollte einige wichtige Regeln beachten. Auch ich habe viele Anfängerfehler gemacht und konnte daraus nur lernen. Man sollte sich in jedem Fall über den Zweck seiner Fotos im Klaren sein, da Motive mit der HDR-Technologie auch extrem verfremdet werden können. In jedem Fall sollte die kleinste ISO-Zahl an der Kamera gewählt werden. Bei Innenaufnahmen muss man experementieren. ISO 400 ist durchaus noch vertretbar. Ein unerwünschter Effekt beim Tonmapping ist immer das Bildrauschen, was mit kleinster ISO-Zahl verhindert werden kann. Alle meine HDR-Bilder habe ich mit Photoshop nocheinmal der Rauschreduktion unterzogen.

Beim Tonemapping werden drei wichtige Parameter definiert. Es sind Dramatic-Light-Radius (Verhältnis zwischen Licht und Schatten), Dramatic-Light-Strength (Menge des Licht-Effektes) und Surface Smoothness (Vereinigung der Lichtwerte und Körnung). Letzteres sollte so hoch wie möglich eingestellt werden, um den Effekt eines HDR zu erzielen. Die Einstellung von Light-Radius und Light Strength obliegen dann dem Geschmack des Erstellers und sind abhängig von der ISO-Qualität des HDR`s und dem persönlich gewünschten Dramaticeffekt (Geschmack).

Für mich zählen die HDR-Bilder zu den Highlights meiner Amateurfotografie. Sie spiegeln meinen Geschmack und meine Sichtweise auf Natur und Objekte wider. Bildverfremdungen wende ich nur sehr dezent an, um die Ausstrahlung des Motives nicht zu zerstören. Mit der HDR-Technik versuche ich diese Ausstrahlung in den Vordergrund zu rücken und verleihe den Bildern einen besonderen Reiz.

 
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