Bodden - Ruegen in Bildern

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Die Bodden... sind das Produkt erdgeschichtlicher Entwicklung. Die Besonderheit der Insel sind ihre zahlreich zerklüfteten Buchten, Haken und Nehrungen. Die Nehrungen bilden eine natürliche Barriere zur Ostsee. Die Gestalt der Insel entstand im Laufe vieler Epochen, durch ständigen Wechsel von absinkendem Meeresspiegel und Anhebung der Landmasse. Die heutige Form der Insel ist ca. 10.000 Jahre jung.

Die Bodden und Wieken haben Verbindung zur Ostsee und sind mit Brackwasser gefüllt. Im Inselinneren nimmt der Salzgehalt ab, da viele Süßwasserbäche hier einmünden und ein Austausch mit Salzwasser nicht mehr möglich ist. Der größte Bodden ist der "Jasmunder Bodden". Er ist an seinen tiefsten Stellen ca. 7 Meter tief und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 14 Kilometern. Durch die Errichtung des Lietzower Straßen- und Eisenbahndammes in den 1930iger Jahren teilt sich der "Kleine Jasmunder Bodden" ab. Beide Bodden sind weiterhin durch eine Wasserstandsregulierungsschleuse verbunden.
Die Ufer sind fast ausschließlich mit Schilfgürteln besäumt und die schmalen Strandgänge sind mit Geröll aus Granit und Spat übersäht. Es gibt kleine Sandstrandabschnitte, an denen man auch baden kann. Doch wer ins Tiefe will muss hier  meistens weit hinaus.

Die Flora und Fauna ist biotopisch einzigartig und seltene Tiere und Pflanzen können hier beobachtet werden. Die Schilfgürtel bieten geschützte Brutgelegenheiten für Schwäne, Möwen, Haubentaucher und Laubrohrsänger und sind ein ideales Versteck für Fischotter und Wildschwein. In den Steilwänden der Hochufer brüten Uferschwalben. Wildbienen, Erdhummeln und Sandwespen graben tiefe Gänge als Wohnhölen dort hinein. Durch vermehrte Schutzmaßnahmen hat sich auch der Seeadler in einer gesunden Population wieder angesiedelt. Seine Brutplätze - schwer zugängliche Waldgebiete - sind im gesamten Boddenbereich verteilt. Seine Beute schlägt er meistens auf der Wasserfläche des Boddens und bei aufsteigenden Winden kreist er unermüdlich und schwerelos über das Areal.

Für Angelsportler ist der Bodden ein Eldorado. Großhechte, Zander, Barsche, Aale und Flundern sind die beliebtesten Zielobjekte der Petrijünger. Wer kein Boot hat, kann sein Glück in den verträumten Sportboothäfen versuchen, die ausreichendes Tiefwasser bieten, sodass auch im Winter bei Eisfreiheit das Glück auf einen fetten Winterhecht hold ist.
Spektakulär sind im Frühjahr und Herbst die Kranich- und Gänsezüge. Im Abendrot und mit etwas Glück gelingen traumhafte Schnappschüsse mit vorbeiziehenden Vogelformationen vor faszinierender Boddenkulisse.

 
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